Unter Beschuss

  • 11.01.2012
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Es war einmal eine schicke, kurze Domain. Wenn man den Namen googelt, werden einige Ergebnisse aus Rechtsgründen ausgeblendet. An den angezeigten Suchergebnissen sieht man, dass es etwas mit, sagen wir, Erwachsenenunterhaltung, zu tun hat. Konnektiert ist sie derzeit nicht.

Jemand, womöglich aus der Branche, möchte, aus welchen Gründen auch immer, nicht, dass derjenige, der über die Domain verfügt, sein Geschäft damit betreibt. Wir sprechen von einer Branche, in der man keine kleinen Brötchen backt. Nein, ganz und gar nicht.

Die Dienstleistung, die er in Anspruch nimmt, um seinem Anliegen Nachdruck zu verleihen, wird in einer anderen, nicht weniger prächtig gedeihenden Branche angeboten. Dort gibt es Botnetze jeder Kapazität zu mieten, zusammen mit Rundum-Sorglos-Paketen zu verschiedenen Tarifen. Die berühmtesten Botnetze bestehen aus Millionen von weltweit verteilten Rechnern, die sich ihre Backdoors wahrscheinlich wiederum zusammen mit den Produkten der ersten Branche installiert haben.

Unser Freund kauft ordentlich ein, denn er hat wahrscheinlich irgendwann – einen Schnaps in der Hand – versprochen, dass kein Provider der Welt diese Domain jemals konnektieren wird. Etwa so, als würde man einem Markthändler das Geschäft dadurch vermiesen, dass man jede Markthalle in die Luft sprengt, in der er seinen Stand aufstellen will. Auf drei Nameservern der http.net war die Zone für etwa eine Stunde eingetragen. Der Rest ist (hoffentlich bald!) Geschichte.

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