„Schreiben Sie?“ – Oder: Der Horror vor dem leeren Bildschirm

  • 03.08.2011
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Vor einiger Zeit hatte ich ein angeregtes Gespräch bei Tisch, Thema: Social Media, Web 2.0, angrenzende Biotope und wie das Ganze zum Nutzen und Frommen einer glücklichen Kundenbeziehung genutzt werden kann. Und als ich so das schönste Gedankenkonstrukt entfalte und in meiner Begeisterung auch noch den Begriff „Blog“ in die Runde werfe, kommt die simple Frage: „Schreiben Sie?“ …
Das war der ultimative ManStopper für mich. In der Tat, ich „schreibe“ tatsächlich nicht wirklich gerne. Jetzt zu sagen, bei http.net stünde ich ja eh, was das Schreiben betrifft, nur im Schatten zweier begnadeter Kolleginnen, würde zu kurz greifen. Ich doziere gerne; vor allem vor großem Publikum (böse Zungen nennen es auch schwadronieren). Aber schriftliche Ausarbeitungen waren mir von jeher ein Gräuel, egal ob in Schule, Ausbildung oder an diversen Arbeitsplätzen.

Gestern nun stand wieder das Thema http.net-Blog und dessen nächste Themen auf der Agenda und ich war unvorsichtig genug zu fragen: „Wer schreibt’s?“ „Na immer der, der so dumm ist, zu fragen!“ war die mit süffisantem Lächeln vorgebrachte Antwort. Damit hatte ich den Blog an der Backe und mit dem festen Vorsatz am nächsten Tag den großartigsten Blog aller Zeiten zu schreiben, ging ich zu Bett…

…um gegen 2 Uhr aufzuwachen, den Kopf voller Ideen, was ich alles bloggen könnte, nein müsste! Aufstehen, Computer starten, Kaffee machen waren eins… tja – und dann grinste mich der leere Bildschirm höhnisch an: „Komm doch, gib’s mir!“ Hm, erstmal Hintergrund schaffen, WinAmp installieren, wollte ich immer schon mal gemacht haben, mehr Kaffee machen, ähm jetzt was schreiben… aber was? All die guten Ideen wie fort geweht, mein Hirn war einfach leer gefegt. Klar – mit Musik geht alles besser, also erst einmal eine passende Playlist zusammenstellen, sehr schön, so wird’s gehen, Kopfhörer auf, jetzt aber sowas von bloggen! … ??? … Kann es sein? Wird es draußen schon hell? Och nö! Hm, Tante Wiki an-, ähm aufrufen:

„Schreibblockade“

Stark, Douglas Adams hatte eine, Dostojewski auch. Ich bin also in guter Gesellschaft. Und Abhilfe? Da gibt es etliche Tipps, aber der hier hat mir am besten gefallen „ …schreiben wie einem der Schnabel gewachsen ist…“ Na dann mal los und siehe da, das tut nicht nur nicht weh, sondern fühlt sich sogar ganz gut an. Was steht da noch? „ …viel schreiben, tägliche Erlebnisse festhalten…“ Na dann, macht Euch frisch liebe Kollegen und Partner, ich schwadroniere jetzt in Schwarz-Weiß 😉

Und vielleicht finde ich schlußendlich ja sogar Gnade vor meinen beiden gestrengen Kolleginnen

hofft
der swopp

Kommentare

Helene sagt: vor 9 Jahren

Ahhhhh, jetzt ist mir klar, warum du mit eckigen Augen im Meeting warst. Mach weiter so, wir sind gespannt ...

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Zora sagt: vor 9 Jahren

Die Gnade hast du dir redlich verdient ;)

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