Geänderte Regeln für die Beilegung von Domainstreitigkeiten bei gTLDs

  • 12.08.2015
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Während alle Länderdomains (ccTLDs) ihre eigenen Regeln für den Fall von Domainstreitigkeiten haben können (Dispute), ist dies für alle generischen Domains (gTLDs) in der Uniform Domain Name Dispute Resolution Policy (UDRP) von ICANN geregelt.

Diese Regeln wurden mit Wirkung vom 31. Juli 2015 geändert. ICANN stellt eine UDRP-Version, in der die Änderungen kenntlich gemacht sind, auf der ICANN-Webseite zur Verfügung.

Hier die wichtigsten Änderungen:

  • Verhinderung von Cyberflight: Mit der neuen Regelung muss der Markeninhaber seine Beschwerde nicht mehr dem Registranten zur Kenntnis geben. Damit soll verhindert werden, dass der aktuelle Domaininhaber die Domain noch schnell auf einen Dritten (Cyberflight) übertragen kann, bevor der Registrar Kenntnis von dem Vorgang hat und die Domain sperrt.
  • Der aktuelle Domaininhaber kann beantragen, dass die Frist von 20 Tagen zur Erwiderung der Beschwerde um 4 Tage verlängert wird. Diese Fristverlängerung wird automatisch gewährt.
  • Der Registrar hat die Domain innerhalb von 2 Tagen nach Kenntnisnahme des Dispute-Antrages für Änderungen der Inhaber- und Registrardaten zu sperren.
  • Im Gegensatz zu früher regelt ICANN nun auch das Vorgehen, wenn sich die beiden Parteien einvernehmlich einigen.

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