etwas backorder background

  • 05.08.2011
  • Support
  • 1 Kommentar

Backordern ist eine sportliche Angelegenheit. Es läuft ungefähr so:

Jede Nacht holen wir uns von der Registry die Liste mit den Domains ab, die 5 Tage später freigegeben werden. Das sind jeden Tag so an die 80.000 Namen, von denen 99.99% vollkommen uninteressant sind (adultentertainermedicals.com, …). Ein paar wenige schöne Namen sind aber oft dabei, so etwa verteilt wie die vierblättrigen Kleeblätter auf einer Kuhwiese.

Unser neuer Suchagent (powered by: EM) bietet die Möglichkeit, auf einen bestimmten Namen zu warten oder sich über freiwerdende Namen, die einem gegebenen Muster entsprechen, täglich informieren zu lassen. Jedenfalls, sobald die Domains in unserer Datenbank stehen, können sie bestellt werden.

Am Stichtag um 2 Uhr PM EST fängt die Registry an, die Domains freizugeben. Das zieht sich so 2 Stunden hin und es kommt darauf an, derjenige zu sein, der in genau der Millisekunde einen Auftrag für die Domain sendet, in der sie frei wird. In diesem weltweiten Bonbonregen treten jeden Tag Hunderte von Registraren an, Grabber und Snapper, die Giganten der Branche und neuerdings auch ein ambitionierter Berliner Provider.

Also, hier sind schon Ellenbogen gefragt. Unser Client läuft momentan in 4 Instanzen auf 2 Servern mit jeweils 5 bis 10 Threads, je nach Auftragsmenge. Jeder Thread öffnet in dem relevanten Zeitfenster eine persistente TCP-Session und sendet für die bestellten Domains 3 bis 4 REG-Aufträge pro Sekunde ab, bis entweder die Domain registriert oder die Zeit um ist. In der Praxis ist damit insgesamt ein durchschnittliches Intervall von ca. 20-30 Aufträgen pro Sekunde zu erreichen. Die Aufgabe ist nicht völlig trivial, da die Registry mehrere Pools unterschiedlicher Priorität mit jeweils einer begrenzten Anzahl paralleler Connections zur Verfügung stellt, von denen ein Teil für den Normalbetrieb garantiert sein muss.

Meistens klappt’s auch, aber leider nicht immer. Testläufe haben etwa eine Erfolgsquote von gefühlt 80% bei einigermaßen interessanten Namen ergeben. Statistische Aussagen dieser Art sind jedoch so schwierig wie die Frage nach dem Wert eines Domainnamens. Das ist also ein schönes Hobby, und den Programmierern kann endlich nicht mehr nachgesagt werden, zu wenig Sport zu treiben… 😉

Kommentare

on Trackbacks

  1. […] Wir müssen kräftig anpacken und sind auch schon ordentlich dabei. Seit dem 1. August ist unser Backordertool online, auch unsere neue DNS-API mit transparentem Handling ist fertig. Das Partnerweb wird […]


Einen Kommentar schreiben

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>




* Pflichtfelder
  • Kategorien